Wissenswertes über die Physalis

Physalis Die Pflanzengattung Physalis zählt zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Damit gehören die "Blasenkirschen" in die Verwandtschaft der Kartoffel, Tomate und Paprika. Und das sieht man den etwa 1 Meter hohen, krautigen Physalis-Arten an. Ihre robusten, dunkelgrünen Blätter erinnern tatsächlich an die uns geläufigen Gemüsesorten. Typisch für die Nachtschattengewächse sind auch die flach glockenförmigen kleinen Blüten von gelblicher oder hellgrüner Farbe. Eine Besonderheit bei der Fruchtbildung gab den Blasenkirschen ihren Namen: Die Kelchblätter der Blüte umwachsen die hell-organgefarbenen Beeren während der Fruchtreife und bilden eine ballonartige Hülle. Deswegen heißen die Pflanzen auch "Blasenkirschen" oder "Physalis", ein Begriff, der sich aus dem griechischen "Physa" ("Blase") herleitet.

Herkunft der Physalis

Pysalis Arten Die über hundert Arten der Blasenkirschen sind in Mittel- und Südamerika beheimatet. Umstritten ist die geografische Herkunft der Lampionblume (Physalis alkekengi), deren Ursprung in Eurasien vermutet wird. Möglicherweise ist die Zierpflanze auch eingeführt und schon lange in der alten Welt verwildert. Die hübsche Lampionblume bildet leuchtend orangefarbige Hüllen um die Beeren, was nicht nur zur Namensgebung führte, sondern auch zum Konsum der Früchte verführen könnte. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn die Beeren dieser Pflanze sollen, zumindest im unreifen Zustand, leicht giftig sein.

Andere Arten der Physalis sind ein begehrtes Obst. Schon seit vielen Jahren in Mitteleuropa bekannt ist die Kappstachelbeere (Physalis peruviana). Kultiviert wird die Beerenfrucht heute in Südafrika. Die Portugiesen brachten sie einst aus Südamerika dorthin. Die dekorative Frucht mit der aufspringenden, sich entfaltenden Hülle wird gerne als appetitliche Beilage zu allerhand Gerichten verwendet. Die hell-orangenen Beeren haben einen mild-säuerlichen aromatischen Geschmack. Daher eignen sie sich auch sehr gut als Zutat zu Salaten. Beliebt sind auch Gelees und Konfitüren aus Kappstachelbeeren wie auch zahlreiche Rezepte für Soßen. Torten gibt die Frucht einen exotischen Pfiff. Doch ist das saftige Obst nicht nur äußerst delikat, sondern auch sehr gesund. Denn die Kappstachelbeere ist reich an Vitamin C, B und E sowie Provitamin A. Daneben liefern die Beeren auch viel Eisen und Phosphor. Die getrockneten Früchte schmecken wie Rosinen und sind in diesem Zustand recht lange haltbar. In der Naturheilmedizin wird die Kappstachelbeere als Mittel gegen Harnwegserkrankungen verwendet. Daneben soll die Frucht eine blutreinigende Wirkung entfalten.

Arten der Physalis

Zur Kappstachelbeere gesellen sich 3 ganz ähnliche Arten, deren Früchte sehr begehrt sind. Die Beeren von Physalis pruinosa und grisea werden als "Erdbeertomaten" gehandelt. Die "Tomatillos" ("kleine Tomaten", lat.: Physalis philadelphica) sind eine mexikanische Spezialität.

Anbau und Aufzucht

Pysalis Anbau In Anbau und Pflege unterscheiden sich die einzelnen Arten der Blasenkirsche nicht wesentlich voneinander. Wer schon einmal Tomaten auf dem Balkon oder im Garten gezogen hat, wird sich auch mit der Zucht der Physalis nicht schwer tun. Wenn der Hobbygärtner keine Samen kaufen möchte, kann er sie den Früchten entnehmen und trocknen.
Denn alle Nachtschattengewächse sind vitale Keimer. Die Aussaat kann bereits mit dem Beginn des Februars erfolgen. In spezieller, nährstoffarmer Saaterde wachsen die jungen Pflänzchen am besten heran. Sie sollten es allerdings schön warm haben und genügend Licht bekommen - aber keine pralle Sonne! Wenn am 17. Mai die Frostgefahr vorüber ist, können die Setzlinge in einem Abstand von 60 cm ins Freie. Nun braucht Physalis einen nährstoffreichen Grund an einem sonnigen, warmen Platz. Überdüngung sollte allerdings vermieden werden, da sich sonst Seitentriebe bilden, die der Züchter ausgeizen muss. Wer diese Anleitung zur Pflege beherzigt, kann von Juni bis November Kappstachelbeeren ernten. Bevor die Nachtfröste einsetzen, müssen die Exoten aber ins Haus! Ideal ist ein Wintergarten, wo die Stauden bei 5° bis 10° überwintern können. Einige Jahre hält die Physalis in der Regel durch. Übrigens: Auch durch Ableger lässt sich die Physalis vermehren. Ein im unteren Drittel entblätterter Seitentrieb wird einfach in die Erde gesteckt und bildet Wurzeln.

weiterführende Links

Sollten Sie nun weiteren Gefallen an dieser exotischen Frucht gefunden haben, vielleicht möchten Sie mehr erfahren, über den Anbau und die Aufzucht, dann besuchen Sie doch mal die Gartendatenbank, dort finden Sie interessante Infos über den Anbau der Physalis. Desweiteren möchte wir Ihnen die Rezepte auf Chefkoch.de empfehlen, dort gibt es mehr als 140 Physalis Rezepte, ob für ein leckeres Eis, einen Obstsalat, einer Cremetorte oder für eine Konfitüre und für vieles mehr...